Abitur nachholen: Fernabitur oder Abitur in der Abendschule
Bildung: Fernstudium I Abitur nachmachen I Fachhochschulreife nachmachen I Realschulabschluss nachmachen
Hat man es früher schon von seinen Eltern immer und immer wieder gesagt
bekommen, erinnert man sich heute bisweilen daran: Du lernst nicht für
und sondern für dich und dein Leben! Dieser Spruch kommt immer dann zum
Vorschein, wenn man mal wieder keine Lust auf Schule hat. Später
erinnert man sich an diesen Spruch, wenn man im Berufsleben steht und
sich vorstellt, ob man es mit Abitur vielleicht einfacher gehabt hätte.
Aber es gibt ja noch einen Spruch, der da lautet: Aufgeschoben ist
nicht aufgehoben.
Richtig, heute hat so ziemlich jeder die Möglichkeit sich auf dem
sogenannten zweiten Bildungsweg alles das an Bildung anzueignen, was
man in jungen Jahren versäumt hat. So können Sie sich auch die Mühe
machen, nachträglich das Abitur zu erlangen. Die Wege bis zum Ziel sind
dabei unterschiedlich. Sie können es auf der einen Seite durch den
Besuch einer Abendschule erreichen und auf der anderen Seite steht die
sogenannte Fernschule.
Die Abendschule vor Ort
Mit der Abendschule verhält es sich ähnlich wie mit einer normalen
Schule. Der Unterricht findet allerdings meist erst abends statt oder
aber auch an Samstagen. Sinn und Zweck dabei ist es, den Berufstätigen
die Möglichkeit zu geben an solchen Veranstaltungen teilzunehmen. So
erhalten auch solche Menschen die Chance sich weiterzubilden, ohne
ihren Beruf dabei zu vernachlässigen. Um das Abitur nachzuholen, müssen
Sie dann schon auf ein Abendgymnasium gehen.
Für die Aufnahme an einem Abendgymnasium müssen Sie bestimmte
Voraussetzungen erfüllen: Mindestalter 19 Jahre, eine abgeschlossene
Berufsausbildung oder eine mehrjährige Berufstätigkeit und einen
Schulabschluss. Da hier zumeist Berufstätige mit dem zweiten
Bildungsweg ihr Abitur nachholen wollen, beginnt der Unterricht auch
erst in den Abendstunden. Dabei kann es für die Dauer der Schulzeit
auch oft zu einer Überbelastung führen, da man ja zumeist erst den
Berufsalltag zu erledigen hat und dann muss man auch noch mal die
Schulbank drücken und den Stoff erlernen, den man für die Abiturprüfung
benötigt. Gelehrt wird hier nämlich in Anlehnung an den normalen
Gymnasialunterricht für das Abitur, auch die Fächer sind die gleichen.
Die Fernschule als Alternative
Und wie sieht es dann mit der anderen Möglichkeit des zweiten Bildungsweges aus, der Fernschule? Nun, hier leitet sich der Ablauf ebenso vom Namen ab wie bei der Abendschule, Sie besuchen nicht eine Schule im klassischen Sinne sondern genießen den Unterricht einer Schule aus der Ferne. Das entsprechende Lernmaterial bekommen Sie von der Schule zugesandt. Geschah dies zu Anfang meist auf dem Postweg, so kann man heute in der modernen Zeit auch den Weg über das Internet nutzen, um den Kontakt zur Fernschule aufrecht zu erhalten.
Ein großer und renomierter Anbieter in diesem Bereich ist die Studiengemeinschaft Darmstadt. Sie existiert seit 1948 und hatte bereits über 700.000 Teilnehmer. Eine Besonderheit ist der kostenlose Probemonat, um das entsprechende Angebot und die Methodik zu testen (Hier gratis Infomaterial anfordern).
Wenn das Studienmaterial dieser Fernschulen auf dem Postweg versendet wird, dann heißt dies nicht unbedingt, dass Sie schwere Briefumschläge mit dicken Büchern wöchentlich oder monatlich zur Post tragen müssen. Auch hier bedient man sich der modernen Technik und verwendet Datenträger. Auf diesen Datenträgern wird Ihnen mittels einer entsprechenden Software das Lernmaterial zur Verfügung gestellt, das Sie auf Ihrem PC installieren müssen. So können Sie unter Anleitung des in der Ferne weilenden Lehrkörpers den Unterrichtsstoff aufnehmen und die Ihnen gestellten Aufgaben erfüllen. Damit diese korrigiert und bewertet werden können, übersenden Sie Ihre Ergebnisse dann zurück zur Fernschule und zwar auf dem gleichen Weg, wie Sie alles erhalten haben.
Hier geht's zum Vergleich der Fernschulen auf Paperball
Es gibt bei den Fernschulen durchaus auch die Möglichkeit, dass Schüler und Lehrer in einer gewissen Regelmäßigkeit zu einem Treffen zusammenkommen. Das dient in der Regel der Überprüfung des tatsächlichen Wissens des Schülers, da man in der Fernschule ja keine Aufsicht über die Schüler führen kann. So wäre es denkbar, dass Sie während der Schulausbildungszeit Ihre Aufgaben durch jemand anderes erledigen lassen, was Ihnen allerdings nicht durch die Prüfung helfen würde. Obwohl Sie für die Dauer des Fernunterrichts immer pädagogisch betreut werden, fehlt der persönliche Kontakt zum Lehrer, wie er z. B. in der Abendschule geboten wird.
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