Forex
Forex - Mit Devisenhandel Geld verdienen
Siehe auch: Sichere Geldanlage I Tagesgeld I Festgeld I Anleihen I Aktien I Fonds I Forex
Derzeit ist der Devisenhandel eine der größten und liquidesten Handelsaktivitäten der Welt. Im englischen Sprachraum wird der Devisenhandel als "Foreign Exchange Market" bezeichnet, daraus ergibt sich die Abkürzung FX Market oder Forex für den Devisenhandel. Weit über 1 Billion US-Dollar werden pro Tag am Forex gehandelt, Tendenz kontinuierlich steigend. Dabei konzentriert sich der Devisenhandel nicht auf einige wenige Börsenplätze, sondern findet zu einem großen Teil im direkten Geschäft zwischen den weltweit vernetzen Banken und anderen Institutionen statt. Gehandelt werden am Forex die meisten Weltwährungen, allerdings vornehmlich die fünf wichtigsten Währungen US-Dollar, EURO, britisches Pfund, YEN und Schweizer Franken.
Die Grundlagen
Jeder Transaktion am Forex stellt einen Tausch zwischen Währung A und Währung B dar, genauer gesagt den Kauf der Währung A und den Verkauf der Währung B. Denn während im Aktienhandel eine Kursnotierung ausreicht, die den Kaufpreis des Wertpapiers darstellt, so gibt es im Forex zu jedem Währungpaar zwei Kurs, einen Ankauf und einen Verkaufskurs, auch BID und ASK genannt. Notiert wird der Kurs in der Form von EURUSD 1.4945 (ASK), somit sind für einen EURO 1,4945 US-Dollar zu zahlen. Die Kosten für den das Geschäft abwickelnden Händler werden im Gegensatz zum klassischen Wertpapierhandel allerdings nicht zusätzlich erhoben, sondern manifestieren sich in der kleinen Differenz zwischen dem BID und dem ASK Preis, dem sogenannten Spread. Bei sehr liquiden Währungspaaren beträgt der Spread oft nur 3 oder 4 Punkte auf der vierten Dezimalstelle. Im oben genannten Beispiel wäre der BID Kurs, also die Anzahl US-Dollar, die ich für 1 EURO erhalte, EURUSD 1.4942. Der Spread wird meist in Pips ausgedrückt, der kleinesten Einheit beim Währungshandel. In unserem Beispiel beträgt der Spread 3 Pips als Differenz zwischen den beiden Kursen in der vierten Dezimalstelle.
Zu den Akteuren am Forex gehören Zentralbanken, Geschäftsbanken, institutionelle Anleger wie Versicherungen, internationale Konzerne und auch Währungsspekulanten. Ursächlich – makroökonomisch betrachtet – entsteht der Markt durch den Bedarf der Unternehmen, einerseits Fremdwährungen aus dem Export von Waren und Dienstleistungen in die Landeswährung und anderseits Landeswährung für Importe und Auslandsinvestitionen in Fremdwährung zu tauschen.
Forex - Geldanlage mit Risiko
Da der Devisenhandel recht volatil ist, bedeutet dies für Unternehmen, die stark von Importen oder Exporten in Fremdwährung abhängig sind, ein hohes Risiko. Daher gibt es neben dem eigentlichen unmittelbaren Währungshandel auch den Bereich der Währungsoptionen und Futures, der über die Börsen abgewickelt wird. Gerade im Bereich der Futures und Optionen ist das Risiko extrem hoch und kann zu Totalverlusten führen. Auch sollte man sich darüber im klaren sein, daß bei sehr exotischen Währungen man relativ schnell große Mengen des Geldes verspielen kann. Im Folgenden bleiben wir beim klassischen Devisenhandel Forex.
Forex, Devisenhandel für Privatanleger
Der Forex ist aus unterschiedlichen Gründen auch für Privatanleger sehr reizvoll: Forex bietet unbegrenzte Liquidität, daraus ergeben sich eine sicherere und faire Kursbestimmung ohne die vielen Manipulationsmöglichkeiten, die bei engen Aktienmärken oft beobachtbar sind. Das gigantische Handels-Volumen am Devisenmarkt macht alle Handelsaktiven zu Mengenanpassern und damit den Forex-Markt zum fairsten Handelsmarkt überhaupt. Lange war Anlegern der Zugang zu diesem Markt versperrt. Heute ermöglichen Forex-Händler bzw. Broker den Zugang zum Forex-Markt.
Dabei ist die niedrige Gebührenstruktur für Privatpersonen ein wesentlicher Vorteil des Forex: Für den Forex-Broker ist die Eröffnung oder Schließung einer Positionen praktisch spesenfrei. Deshalb kann er gegenüber seinen Kunden mit geringen Kosten operieren. Weitere Kostenminimierungsmöglichkeiten ergeben sich durch Softwareeinsatz und Internet-Transaktionsmöglichkeiten, so dass der Kunde annähernd so agieren kann, als ob er selbst die Orders an der Forex-Börse platzieren würde. Hierzu greift er auf die Handelsplattformen dieser spezialisierten Händler zu, die als Market Maker den Anlegern permanent An- und Verkaufspreise für die wichtigsten Währungen bieten können.
Wie läuft der Devisenhandel im Detail ab?
Gehandelt wird hauptsächlich werktags, dies aber rund um die Uhr, da der Handel global abläuft. Er beginnt somit am Montag morgen in Australien und endet Freitag abend in den USA; somit So 23:00h bis Freitag 23:00h MESZ. Auch ausserhalb dieser Zeit kann über Online-Händler gehandelt werden, allerdings sind wegen der geringeren Liquidität des Handels zu dieser Zeit die Spreads um Einiges höher. Neben dieser fast permanenten Handelszeit macht noch ein weiteres Element den Forex so spannend für private Anleger: Um z.B. 100.000 US-Dollar mit EURO kaufen zu können, weil man auf ein Anziehen des Dollar Kurses spekulieren will, benötigt man nur einen Bruchteil des eigentlichen Kaufpreises. Dies funktioniert über die sogenannte Margin.
Die Margin ist eine Sicherheitsleistung, die der Anleger bei einem Trade hinterlegen muß. Dies funktioniert wie eine Anzahlung, der restliche Betrag ist beim Forex-Broker geliehen. Die meisten Marginkonten arbeiten mit einer Quote von 1%, so kann mit einer Margin von z.B. 1.000 US-Dollar im Forex ein Verkauf von 100.000 US-Dollar für eine andere Währung gestemmt werden, wenn der Trader von einem fallenden Dollar ausgeht. Wegen dieser Hebelwirkung spricht man auch von einem 100:1 Leverage, den die Margin in diesem Fall ermöglicht. Somit sind schon in kürzerster Zeit sportliche Gewinne im Forex möglich, logischerweise aber auch herbe Verluste. Die richtigen Zocker unter den privaten Spekulanten halten daher oft ihre Positionen nur wenige Minuten und schließen meist alle Positionen am selben Abend. Dies wird dann als Day Trading bezeichnet.
Forex erfolgreich betreiben
Die Kunst, als Privatanleger am Forex zu reussieren liegt eher darin, seine wie auch immer geartete Handelsstrategie behutsam umzusetzen. Das ist nicht so leicht wie es klingt, denn die enormen Gewinnchancen, die Reaktionsgeschwindigkeit am Forex und die niedrigen Kosten sind natürlich verführerisch. Risikomanagement durch stop loss order und die Reduzierung des Einsatzes auf einen kleinen Teil der verfügbaren Mittel dürfte den ein oder anderen Spielertypen vor einem finanziellen Albtraum am Forex bewahrt haben.
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