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Matratzen

Matratzen – Alles Wissenswerte vor dem Kauf

Siehe auch: Matratzen | Kaltschaummatratzen I Federkernmatratzen I Wasserbetten I Futonbetten

Wer einmal in ein Matratzengeschäft gegangen ist und sich das dortige Angebot angesehen hat, hat sicherlich festgestellt, dass es eine sehr große Auswahl an Matratzen gibt. Es gibt verschiedene Matratzenarten und diese jeweils in unterschiedlichsten Preisklassen. Der Kunde kann dabei leicht verwirrt werden und so mancher Verkäufer hat eher daran Interesse, das teuerste Modell zu verkaufen anstatt wirklich herauszufinden, welches Modell denn für den Kunden das geeignetste ist. Daher ist es sinnvoll, sich bereits vor dem Matratzenkauf ein wenig über die verschiedenen Möglichkeiten zu informieren und die Beschaffenheiten der verschiedenen Modelle kennen zu lernen, damit Sie beim Kauf gut informiert sind und die richtige Matratze für Ihre Bedürfnisse finden. Dieser kleine Ratgeber soll Ihnen dabei helfen.   Zuerst sollen die verschiedenen Matratzentypen vorgestellt werden. Der Kunde hat die Auswahl zwischen Latex und Kaltschaum-Matratzen, Federkern und Taschenfederkenr-Matratzen. Außerdem gibt es Matratzen aus Viskoschaum.

Kaltschaum-Matratze

Die Kaltschaum-Matratze wird aus Polyurethan aufgeschäumt und so ergibt sich ein Matratzenkörper aus vielen kleinen Hohlräumen, die bei Druck nachgeben und sich so an den Körper anpassen. Kaltschaum-Matratzen sind punktelastisch, das heißt, sie geben nur an dem Punkt nach, an dem sie belastet werden, der übrige Bereich der Matratze bleib in der Normalform. Der Polyurethanschaum kann mit unterschiedlicher Elastizität hergestellt werden. So können zum Einen innerhalb der Matratze verschiedene Elastizitätszonen eingerichtet werden. Das bedeutet, dass die Matratze an manchen Punkten leichter nachgibt als an anderen. So kann eine ideale Anpassung an den Körper gewährleistet werden. Zum Anderen gibt es Kaltschaum-Matratzen in verschiedenen Gesamthärten, was im Härtegrad zum Ausdruck kommt. Personen mit einem Körpergewicht unter 85kg wird zu einer Matratze mit Härtegrad 2 geraten, bei einem Körpergewicht von über 85kg sollte man Härtegrad 3 wählen. Die Poren der Kaltschaum-Matratze gewährleisten eine gute Luft- und Feuchtigkeitszirkulation, so dass auch im Sommer die Kaltschaum-Matratze angenehm und hygienisch bleibt.
Ein Wert, der die Qualität der Matratze kennzeichnet ist der RG-Wert. RG steht für Raumgewicht und gibt an wie viel kg der Rohmasse für einen Kubikmeter des fertigen Schaumstoffs verwendet werden. Ein Qualitätsprodukt wird durch eine RG- Wert über 40 gekennzeichnet.
Kaltschaum-Matratzen sind sehr resistent gegen Milbenbefall und haben eine lange Lebensdauer.

Matratzenanbieter:

Latex-Matratzen

Eine andere Matratzenart ist die LatexMatratze. Diese kann entweder aus Naturlatex oder aus künstlichem Latex bestehen, oder aus einer Mischform. Naturlatex ist deutlich elastischer als künstlicher Latex. Je höher der Anteil des Naturlatex in einer Matratze ist, desto besser ist daher die Qualität. Auch die LatexMatratze kann in verschiedenen Härtegraden produziert werden, so dass auch hier durch Bereiche verschiedener Härte sich die Matratze ideal an den Körper anpassen kann. Die LatexMatratze bietet viele Vorteile. Insbesondere bietet sie hervorragende Elastizität und sie passt sich sehr gut an den Körper an. Sie werden kaum von Milben befallen, was insbesondere den Allergikern einen ruhigen Schlaf garantiert. Durch Belüftungsschlitze im Inneren bietet sie gute Luft- und Feuchtigkeitszirkulation. Einige Modelle verwenden darüber hinaus sogenannte Airtex-Module, die die Luft- und Feuchtigkeitszirkulation noch weiter verbessern. Außerdem haben LatexMatratzen eine lange Lebensdauer. Der größte Nachteil der LatexMatratze ist ihr hohes Gewicht. Sie ist deutlich unhandlicher als eine KaltschaumMatratze.

Federkern-Matratzen

Die Federkern-Matratzen besteht aus einem Kern aus Metallfedern, die der Matratze die Elastizität verleihen. Dieser Kern aus Metallfedern wird von der Polsterung umschlossen. Federkern-Matratzen gibt es in sehr unterschiedlichen Preis- und Qualitätsklassen. Einfache Modelle der Federkern-Matratze gehören zu den günstigsten Matratzen, die erhältlich sind. Doch haben diese erhebliche Nachteile. Diese Modelle sind nur in sehr geringem Maße punktelastisch. Darunter leidet der Schlafkomfort.
Eine weitere Form der Federkern-Matratze ist die Taschenfederkern-Matratze. Bei dieser werden die einzelnen Metallfedern in separate Stofftaschen eingenäht und diese anschließend zum Federkern vernäht oder geklebt. Diese Methode sorgt für eine deutlich bessere Punktelastizität. So wird eine bessere Körperhaltung und damit mehr Schlafkomfort gewährleistet. Doch sind diese Modelle bereits deutlich teurer. Allgemein sind die Federkern-Matratzen nicht gut für die Verwendung eines verstellbaren Lattenrosts geeignet. Wenn man einen solchen verwenden will, sollte man eine andere Matratzenart wählen.

Viskoschaum-Matratzen

Eine neuere Entwicklung ist die viskoelastische Matratze. Diese gibt bei Erwärmung nach. So wird durch die Körpertemperatur des Schlafenden die Matratze in ihre Form gebracht. Bei Positionsveränderungen wird die Form nur langsam verändert, so dass man einen Widerstand gegen die natürliche Schlafbewegung empfindet, was von manchen Personen als angenehm, von anderen jedoch als unangenehm empfunden wird. Man sollte bei dieser Matratzenart sehr darauf achten, dass sie mit Belüftungskanälen versehen ist, da das Material selbst nur eine geringe Luft- und Feuchtigkeitszirkulation zulässt.

Allgemein sind diese Matratzen in den höheren Preisklassen angesiedelt. Man sollte hier besonders intensiv testen, ob diese Matratze beim Probeliegen als angenehm empfunden wird, da hier die Meinungen sehr stark auseinander gehen.

Allgemein ist es wichtig, die Matratze intensiv zu testen, da jeder einzelne die Merkmale der jeweiligen Matratze unterschiedlich empfindet. Daher muss jeder selbst testen, wie man auf der Matratze liegt. Es gibt unabhängige Institutionen, die die allgemeine Qualität der Matratze testen. Mit diesen Testergebnissen kann man sich über die Qualität und Lebensdauer ein Bild verschaffen, das Probeliegen kann jedoch nicht ersetzt werden. Ein wichtiger Punkt beim Matratzenkauf ist auch die Freiheit von Schadstoffrückständen. Dies ist für den Kunden nur schwer zu überprüfen, doch gibt es auch hier unabhängige Tests, wie zum Beispiel der Öko-Tex-Test, der die Matratzen überprüft und den Kunden vertrauensvoll über die Schadstoffe in der Matratze informiert.

Weiterführende Links:

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