Schweinegrippe
Schweinegrippe - alles Wissenswerte
Siehe auch: Grippe I Schweinegrippe I Erkältung
Dieser Artikel ersetzt keinen Besuch beim Arzt!
Das H1N1-Virus enthält Genteile von Menschen, Vögeln und Schweinen. Zunächst trat das Virus nur bei Tieren auf. In Mexiko wurden im April 2009 die ersten Ansteckungen von Menschen bekannt. Durch den internationalen Reiseverkehr hat sich die Schweinegrippe relativ schnell verbreitet, so dass im August bereits mehrere tausend Fälle von Schweinegrippe gemeldet wurden.
Symptome der Schweinegrippe
Von einer normalen Virusgrippe kann die Schweinegrippe kaum unterschieden werden. Die Symptome sind ähnlich: Fieber, Husten, Schnupfen, Hals-, Kopf- oder Gliederschmerzen, wobei all diese Symptome nicht unbedingt gemeinsam auftreten müssen. Gewissheit schafft nur der Gang zum Arzt und die Durchführung eines Tests, der im Labor ausgewertet werden muss. Auf jeden Fall sollten Sie wegen der entstehenden Kosten für den Test vorher mit Ihrer Krankenkasse sprechen, ob diese die Kosten ganz oder teilweise übernommen werden.
Unterschied zur normalen Virusgrippe
Das Schweinegrippevirus H1N1 war als Erreger bisher unbekannt. Die bekannte Influenza besteht aus drei Grippestämmen, die nicht mit dem H1N1-Virus in Verbindung stehen. Deshalb ist die normale Grippeimpfung gegen die Schweinegrippe wirkungslos.
Vorbeugung der Schweinegrippe
Die Übertragung der Schweinegrippe erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Das bedeutet, dass durch Niesen und Husten und Körperflüssigkeiten die Viren verteilt werden. Ansteckend sind Betroffene aber auch schon, obwohl sie selbst noch keine Symptome spüren. Denn die Inkubationszeit beträgt beim Menschen 1 bis 4 Tage, erst danach bricht die Krankheit aus. Deshalb sollten Sie, sofern Sie regen Menschenkontakt haben und/ oder sich in öffentlichen Anlagen aufgehalten und Gegenstände berührt haben (z. B. auch öffentliche Verkehrsmittel/ Toiletten) sich möglichst oft gründlich die Hände waschen, d. h. auch darauf achten, dass die Fingerzwischenräumen und die Handoberfläche samt Handgelenk mit gereinigt werden. Die Nutzung eines Desinfektionsmittels bietet sich an. Vor kurzem wurde der neue Impfstoff gegen Schweinegrippe freigegeben. Wenn Sie zur Risikogruppe gehören, aber auch, damit Sie sich im Alltag sicher fühlen können, besteht die Möglichkeit einer Impfung. Allerdings hat auch eine Impfung -wie bei jeder Grippeimpfung- zunächst Nebenwirkungen. Kritiker sprechen von unkalkulierbaren Impfrisiken, weil der Impfstoff zu schnell auf den Markt gebracht worden sei. Bisher gibt es hierfür keinerlei Anhaltspunkte. Allerdings kann bei der Schweinegrippeimpfung wie bei der normalen Grippeimfpung eine Immunreaktion auftreten. Unter Umständen werden Sie sich danach eine Rötung an der Einstichstelle der Impfnadel und/ oder sogar ein leichtes Kratzen im Hals spüren, so als ob eine Grippe im Anflug wäre. Diese Symptome bilden sich aber nach einigen Tagen zurück. Der Körper gewöhnt sich schnell an die eingeimpften Viruspartikel und hat dann ausreichend Antikörper gebildet.
Behandlung der Schweinegrippe
Sollten Sie bereits an Schweinegrippe erkrankt sein, ist es für eine Impfung zu spät. Sie sollten mit dem Arzt die weitere Behandlung absprechen. Als Medikament wird Ihnen das Grippemittel "Tamiflu" verordnet werden. Allerdings wird die Erkrankung dem Gesundheitsamt gemeldet. Zur Arbeit oder an öffentliche Orte dürfen Sie keinesfalls. Die Behandlung mit Tamiflu kann unterstützt werden mit den bekannten Hausmitteln. Kräutertee ist wohltuend für Hals und Bronchien und Inhalation macht schnell die Nase frei. Auch Erkältungsbäder schaden nicht. Nach ca. einer Woche Behandlung sollten die Symptome jedoch zurückgehen und auch die Ansteckungsgefahr nimmt ab, so dass Sie sich deutlich besser fühlen und wieder am Leben teilhaben können.
Hinweis: In keinem Fall ersetzt das Lesen des Artikels und die hier gegebenen Informationen den Besuch eines Arztes! Paperball garantiert nicht die Richtigkeit der hier gemachten Angaben.Weiterführende Links:
Siehe auch: Grippe I Schweinegrippe I Erkältung
Gut gemachter Übersichtsartikel auf Netdoktor zum Thema Schweinegrippe
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