Erkältung
Erkältung Volkskrankheit Nr. 1 - alles Wissenswerte
Siehe auch: Grippe I Scheinegrippe I Erkältung
Dieser Artikel ersetzt keinen Besuch beim Arzt!
Sie kennen dies sicherlich auch: Besonders in der nasskalten Witterung von Herbst und Winter begegnet man vermehrt erkälteten Personen. Manchmal beschleicht einen sogar das Gefühl, dass quasi an jeder Ecke gehustet, geniest oder geschnieft wird. Dabei haben die kühleren Temperaturen nur bedingt Einfluss auf das Entstehen einer Erkältung: Zum einen kann eine längere Kälteeinwirkung auf einen unzureichend geschützten Körper das Immunsystem schwächen und den Keimen somit Tür und Tor öffnen, zum anderen halten sich auch infizierte Menschen bei Kälte häufiger in geheizten Räumen auf und können in der warmen Luft sehr leicht die Erreger auf ihre Mitmenschen übertragen.
Ist Ihnen eigentlich bekannt, dass es zwischen 150 und 200 verschiedene Virenarten gibt, die Erkältungen hervorrufen? Besondere Bedeutung wird hierbei übrigens den Rhinoviren beigemessen. Die Vielzahl der Erreger und die häufige Veränderung derselben, auch Mutation genannt, machen es dem Körper unmöglich, eine Immunität gegen sie zu entwickeln. Deshalb erkranken die Menschen immer wieder an einer Erkältung.
Infektionswege und Phasen einer Erkältung
Die Wege der Übertragung von Erkältungsviren sind vielfältig: Erkrankte, die mit Ihnen sprechen und dabei vielleicht zusätzlich husten oder niesen, übermitteln die Viren durch die Luft als Tröpfcheninfektion. Daneben existiert die Möglichkeit der Kontaktinfektion, bei der Sie sich über Gegenstände, wie zum Beispiel Türklinken, infizieren, auf denen sich Erkältungsviren von Erkrankten tummeln.
Haben Sie sich erst einmal angesteckt, beträgt die Dauer bis zum Ausbruch der Krankheit, die so genannte Inkubationszeit, ungefähr zwei bis vier Tage. Der Krankheitsverlauf ist meistens identisch und beginnt in der Regel mit Halskratzen, das sich mitunter auch zu Halsschmerzen entwickeln kann.
Oft zeitgleich tritt das für die Erkältung typische Symptom, nämlich der Schnupfen, auf, der von häufigem Niesreiz begleitet wird. Es ist durchaus möglich, dass sich bei Ihnen ein Frösteln einstellt und meistens wird die Erkältung zumindest in den ersten Tagen von dumpfen Kopfschmerzen sowie Abgeschlagenheit begleitet. Manchmal treten auch Gliederschmerzen und ein trockener Reizhusten auf. Teilweise kann eine Temperaturerhöhung festgestellt werden, doch hohes Fieber tritt bei einer Erkältung in der Regel nicht auf.
Die Symptome sind meistens nach sieben bis vierzehn Tagen wieder abgeklungen, die Erkältung ist somit überstanden. Allerdings können die Viren den Weg für schwerere Erkrankungen, wie zum Beispiel Nebenhöhlenentzündung, Bronchitis oder Mittelohrentzündung ebnen. Wenn sich bei Ihnen demnach zum Beispiel Schmerzen beim Husten oder beim Atmen entwickeln oder sich hohes Fieber einstellt, ist ein Arztbesuch ratsam.
Vorsicht, dies ist die Grippe!
Von einer Erkältung lässt sich die gefährlichere Grippe durchaus an ihren Symptomen unterscheiden. Wenn Sie unter einem abrupten Krankheitsgefühl leiden, das in den allermeisten Fällen von Fieber mit bis zu 41 Grad Celsius und Schüttelfrost begleitet wird, Sie außerdem starke Gelenk- und Muskelschmerzen haben und unter bohrenden Kopfschmerzen leiden, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Sie an einer Grippe erkrankt sind. Deshalb sollten Sie den Mediziner Ihres Vertrauens so schnell wie möglich über Ihren Verdacht informieren. Es ist wichtig, dass Sie die Anweisungen des Arztes genau befolgen, denn auch eine Grippe kann schwerwiegende Erkrankungen nach sich ziehen und unter Umständen sogar tödlich verlaufen.
Das richtige Verhalten bei einer Erkältung
Wenn Sie sich eine Erkältung zugezogen haben, sollten Sie Ihrem Körper zumindest in den ersten Tagen viel Ruhe und Wärme gönnen. Dies hilft Ihrem Immunsystem ungemein bei seinen Aufgaben. Außerdem ist es wichtig, dass Sie viel trinken, um den Schleim flüssig zu halten.
Als Durstlöscher eignen sich ungesüßte Tees, stilles Mineralwasser oder heiße Zitrone bestens. Auf Milch und Milchprodukte sollten Sie jedoch verzichten, da diese eine Verschleimung fördern. Wenn der Schnupfen Sie zu sehr plagt, besteht die Möglichkeit, ein Kopfdampfbad mit Kamillenblüten zu machen. Auch kann es helfen, Nasenspülungen vorzunehmen. Richten Sie sich nach Ihrem Appetit und zwingen Sie Ihrem Körper keine Mahlzeiten auf. Greifen Sie oft nach Obst und Gemüse, aber auch eine Hühnersuppe liefert dem Köper notwendige Energien.
So bleiben Sie gesund!
Vorbeugen ist bekanntlich besser als heilen. Damit Sie gute Chancen haben, ohne Erkältung durch den Winter zu kommen, sollen Ihnen folgende Tipps helfen:
• Ernähren Sie sich ausgewogen mit viel Obst und Gemüse
• Halten Sie Ihre Psyche in Balance
• Rauchen Sie nicht, denn Nikotin schwächt die Immunabwehr
• Atmen Sie durch die Nase, um mögliche Keime schon dort abzufangen
• Gehen Sie täglich an die frische Luft, um Ihren Körper abzuhärten
• Gönnen Sie sich regelmäßig eine Ruhepause
Weiterführende Links:
Siehe auch: Grippe I Schweinegrippe I Erkältung
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