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Bandscheibenvorfall

Von: Gundula Faber  

Bandscheibenvorfall - alles Wissenswerte

 Rückenbeschwerden haben sich mittlerweile zur Volkskrankheit Nummer Eins entwickelt und sind der häufigste Grund für Krankschreibungen. Meist handelt es sich um vorübergehende Beschwerden; im schlimmsten Fall jedoch entstehen die Schmerzen durch einen so genannten Bandscheibenvorfall.

Bandscheibenvorfall was ist das?

Beim Bandscheibenvorfall ändern sich meist durch Verschleißerscheinungen die Bandscheiben sowie die angrenzenden Wirbelkörper. Durch diese Verformung drücken die Bandscheiben auf das Rückenmark und die so genannten Spinalnerven, was wiederum erhebliche Schmerzen verursacht. Die Bandscheibe ist nach vorne "gefallen", daher der Name. Die Schmerzen betreffen in der Regel Rücken, Hals und Schulter, können jedoch bis in die Beine oder Arme ausstrahlen. In den meisten Fällen, etwa bei 90% der Erkrankungen, tritt ein Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule auf, in selteneren Fällen kann auch die Halswirbelsäule betroffen sein. Während ein Bandscheibenvorfall bei älteren Menschen durch Verschleißerscheinungen hervorgerufen wird, tritt er bei jungen Menschen in der Regel durch Überanstrengung oder Verletzungen auf. Auch eine ständige Fehlstellung der Wirbelsäule, eine zu schwach ausgebildete Rückenmuskulatur oder Übergewicht kann zu einem Bandscheibenvorfall führen.

Ein Bandscheibenvorfall äußert sich durch einen plötzlich auftretenden stechenden Schmerz, oft verbunden mit einem Kribbeln oder Taubheitsgefühl. In seltenen Fällen verspüren die Patienten jedoch kaum Schmerzen.

Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls

Um einen Bandscheibenvorfall erfolgreich zu behandeln, wird der Arzt zunächst eine umfassende neurologische Untersuchung vornehmen. Hierbei lässt die Ausstrahlung des Schmerzes Rückschlüsse auf die beschädigten Nervenwurzeln zu. Desweiteren wird der Arzt den Puls an den Beinen kontrollieren, um die Durchblutung zu testen. Denn oft weist die so genannte Schaufensterkrankheit die gleichen Symptome wie ein Bandscheibenvorfall auf.
In jedem Fall sollte bei Verdacht auf einen Bandscheibenvorfall eine Röntgenuntersuchung erfolgen. Hierbei lässt sich jedoch nur ein Verschleiss der Knochen feststellen. Um aber das Rückenmark und die Nervenmuskeln darstellen zu können, ist eine Computertomographie (CT) oder Magnetresonanztomographie (MRT) nötig. Diese Schnittbildverfahren machen das Rückenmark deutlich sichtbar; eine zusätzliche Kontrastmittelgabe durch den Arzt ermöglicht es, einen Bandscheibenvorfall von beispielsweise einem Tumor zu unterscheiden.
Je nachdem, wie schwer die Nerven geschädigt sind, ist eine Operation meist unabdinglich.



Die Behandlung eines Bandscheibenvorfalls ist in der Regel recht langwierig. Die so genannte konservative Therapie umfasst meist einen Zeitraum von vier bis sechs Wochen. Hierzu gehören sowohl Ruhe als auch Schmerztherapie. Im akuten Stadium der Erkrankung sollte der Patient jede Anstrengung vermeiden und ruhig gestellt werden. Eine Halsmanschette oder ein Stufenbett hilft hier. Darüber hinaus wird der behandelnde Arzt Präparate verschreiben, welche die Muskeln entspannen und so den Schmerz lindern sollen. Um die Rückenmuskulatur zu kräftigen, werden zusätzlich physiotherapeutische Maßnahmen verordnet. In etwa 90 Prozent der Fälle kann Patienten mit Hilfe der konservativen Therapie geholfen werden; ein operativer Eingriff ist nur in etwa 10 Prozent der Fälle nötig. Nur wenn die Nerven geschädigt sind, lässt sich eine Operation meist nicht mehr verhindern. Bei dieser werden dann Teile des Bandscheibenmaterials entfernt. Bei den modernen Oüperationsmethoden, auch Minimalinvasive-Verfahren genannt, bestehen sehr gute Heilungschancen. Zudem kann diese Operation ambulant erfolgen.

Auch wenn die Schmerzen nach mehrwöchiger konservativer Therapie nicht verschwinden oder wieder auftreten, kann der Arzt eine Operation empfehlen. Jedoch ist auch eine Operation kein Garant dafür, dass der Bandscheibenvorfall für immer verschwunden ist. Dieser kann immer wieder auftreten. Bei manchen Operationen kann zudem Narbengewebe entstehen, welches wiederum auf das Rückengewebe drücken kann und so eine erneute Operation notwendig macht.

Wie beuge ich einem Bandscheibenvorfall vor?

Einzige Methode Bandscheibenvorfällen vorzubeugen ist die konstante Stärkung der Rückenmuskulatur durch Training und Sport. Auch nach  erfolgreicher Behandlung eines Bandscheibenvorfalls, entweder durch konservative oder durch operative Methode, ist es ratsam, den Rücken durch Rückenschule oder Muskeltraining zu stärken, um erneuten Erkrankungen vorzubeugen.

Hinweis: In keinem Fall ersetzt das Lesen des Artikels und die hier gegebenen Informationen den Besuch eines Arztes! Paperball garantiert nicht die Richtigkeit der hier gemachten Angaben.
 

Weiterführende inks:

Ein prima Artikel zum Thema "Wie kann ich Rückenschmerzen vorbeugen" gibts auf Netdoktor.de

Den richtigen Arzt kann man auf pointoo.de recherchieren



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