Anmelden | Jetzt kostenlos registrieren!  

Aktien

Von: Martin Niemeyer

Aktien: Geldanlage mit höherer Rendite aber auch höherem Risiko

Siehe auch: Sichere Geldanlage I Tagesgeld I Festgeld I Anleihen I Aktien I Fonds I Forex

Zum zweiten Teil: Anlagestrategien

Die Geldanlage in Aktien ist spekulativ. Sie verspricht eine deutlich höhere Rendite aber ist auch durch ein deutlich höheres Ausfallrisiko  bis hin zum Totalverlust Ihrer angelegten Gelder gekennzeichnet. Wir geben Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Grundlagen und Dinge, die Sie beim Aktienkauf beachten sollten.

Was sind Aktien?

Der Besitz von Aktien einer Aktiengesellschaft bedeutet, Mitinhaber bzw. Gesellschafter des Unternehmens zu sein. Als solcher profitieren Sie nicht nur von der Wertsteigerung Ihrer Wertpapiere, sondern Sie haben zugleich Anteil am an die Gesellschafter ausgeschütteten Gewinn (der sogen. Dividende) sowie die Möglichkeit, auf der jährlichen Hauptversammlung Ihr Stimm- und Rederecht auszuüben.

Aktien haben typischer Weise einen Nennwert, auch Nominalwert oder Nennbetrag genannt. Die Summe der Nennwerte aller Aktien eines Unternehmens bildet das Grundkapital einer Gesellschaft. Meist sind Unternehmen mehr wert als ihr Grundkapital. Das bedeutet auch, daß die einzelne Aktie mehr wert ist als der Nennwert. Der Aktienkurs, also der Preis einer Aktie kann also ein Mehrfaches des Nennwertes einer Aktie betragen. Er ist einzig relevant bei der Anlageentscheidung. Der Nennwert einer Aktie ist nur in Ausnahmefällen entscheidend

Wie kommen Sie an Aktien?

Aktien können über Börsen oder frei also außerbörslich z.B. über eine Bank gehandelt werden. Darüber hinaus können auch ue Aktien durch die Gesellschaft ausgegeben werden. Die Differenz des Preises neu ausgegebener Aktien zu Ihrem Nennwert bezeichnet man "Ausgabeaufschlag" oder Agio. Solche Kapitalerhöhungen werden durch Anleger gezeichnet. Die Mittel, die eine Gesellschaft darüber einnimmt fließen in Höhe der Summe der Nennwerte der ausgegebenen Aktien in das Stammkapital einer Firma, die Summe der Agios in die Kapitalrücklage. Beides sind lediglich Bilanzpositionen und haben für de Anlageentscheidung wenig Relevanz.

Eine Kapitalerhöhung bedeutet immer, daß die Aktien der ursprünglichen Eigentümer weniger Gewicht bekommen, da es insgesamt mehr Aktien und meist auch mehr Eigentümer geben wird. Dies kann dazu führen, daß der Beschluss einer Kapitalerhöhung, der durch die Aktionäre getroffen werden muss zu einem niedrigeren Börsenkurs des Unternehmens führt. Der Wert der gleichen Firma wird ja durch eine höhere Anzahl an Eigentümern "geteilt".
Es kann aber auch sein, daß eine Kapitalerhöhung zum Ausbau des Geschäftes dienen soll. In solchen Fällen hängt es davon ab, ob die Anleger an der Börse an die Ausweitung des Geschäftes und damit der nachhaltigen Wertsteigerung der Firma Vertrauen schenken ("Ich habe zwar einen kleineren Anteil aber der bezieht sich auf etwas Größeres") und vermehrt Aktien der Firma kaufen mit der Konsequenz höherer Aktienpreise bzw. Kurse oder das Gegenteil der Fall ist, wenn diese der Strategie kein Vertrauen schenken.
Nicht immer werden Aktien einer Kapitalerhöhung über die Börse platziert. Aktien können auch von Unternehmen als Währung für Unternehmensübernahmen herangezogen werden. Eigentümer der zu übernehmenden Firma erhalten dann solche "neuen" Aktien im Austausch für ihre Anteile an der zu übernehmenden Firma. Wird das Tauschverhältnis von den Märkten als zu teuer erachten sinken die Kurse und anders herum steigen sie, wenn die Märkte denken, daß die übernehmende Firma einen guten Kauf gemacht hat.

    

Welche Aktientypen gibt es?

Aktien können mit unterschiedlichen Rechten ausgestattet sein. Während bei einer Namensaktie der Besitzer namentlich in das Aktionärsverzeichnis der jeweiligen Gesellschaft eingetragen wird, entfällt diese Pflicht bei Inhaberaktien, der am weitesten verbreiteten Form. Im Falle von Namensaktien ist der einzelne Aktionär also der Gesellschaft bekannt. Bei vinkulierten Namensaktien muss die Gesellschaft noch zustimmen, ob eine Person Aktionär werden darf. Sie spielen an der Börse keine Rolle.

Darüber hinaus unterscheidet man Vorzugsaktien von den normalen Stammaktien. Vorzugsaktien werden bei der Dividendenausschüttung bevorzugt. Sie können zudem vom Stimmrecht auf der Hauptversammlung ausgeschlossen sein. Vorzugsaktien sind bei Familienunternehmen beliebt, weil ein Börsengang möglich wird, ohne daß die Eigentümer das Sagen in ihrer Firma verlieren.

Was sind Aktienindizes?

Aktienindizes fassen bestimmte Aktien gewichtet zusammen und bilden deren Werteentwicklung numerisch ab. Die bekanntesten Aktienindizes sind der DAX, Dow Jones Eurostoxx, SMI. Nikkei. Der DAX enthält die Kurse der 30 an ihrem Börsenwert gemessenen größten an der Frankfurter Börse notierten deutschen Unternehmen. Die Einzelwerte sind gewichtet. D.h. besonders große Unternehmen haben ein höheres Gewicht als eher kleine. Der Dow Jones EUROSTOXX 50 enthält die 50 größten an europäischen Börsen notierten Unternehmen. Über die Segmentierung nach Größe hinaus gibt es zahlreiche Unternehmen nach ihrer Branchenzugehörigkeit zusammenfassen, oder ob sie wachstumsorientierte Werte oder Technologiewerte sind. Jeweiliges Ziel dieser Indizes ist es, über die gewichtete Durchschnittsbildung Trends innerhalb der im Index erfassten Aktien aufzudecken. Der SMI ist der Aktienindex der größten schweizerischen Börsenwerte, der Dow Jones Industrial Average der 30 größten amerikanischen Aktiengesellschaften und der Nikkei 225 der 225 größten in Japan notierten Aktien.

 

 

Zum zweiten Teil: Anlagestrategien

 

Weiterführende Links:

Siehe auch: Sichere Geldanlage I Tagesgeld I Festgeld I Anleihen I Aktien I Fonds I Forex

 



Diese Seite bookmarken bei:

Mister Wong del.icio.us furl StumbleUpon Toolbar yigg facebook

Über uns | Nutzungsbedingungen | Datenschutzbestimmung | Impressum

Copyright © 2009-2010 Paperball GmbH - All Rights Reserved.