von Gundula Faber
Yoga - Yogaübungen für Meditation und Sport
Yoga wird immer beliebter. Galt Yoga vor 15 Jahren noch als exotisch und als eine meditative Übung, die tendenziell von Menschen mit alternativen Lebensanschauungen ausgeübt wird, ist Yoga heutzutage aus keinem Stundenplan von Fitnessstudios mehr wegzudenken. Stand vor noch nicht all zu langer Zeit im Yoga die fernöstliche Philosophie und religiöse Weltanschauung im Vordergrund sind dies heute eher Körperertüchtigung und Entspannung für gestresste Büromenschen. Es gibt eine Vielzahl an unterschiedlichen Yogaarten und Richtungen. Menschen, die nicht tief in der Materie sind, verlieren dabei schnell den Überblick. Wir stellen mit diesem Artikel die wichtigsten Yogaarten vor, damit Sie bei der Belegung des nächsten Yogakurses im Fitnessstudio wissen, was Sie erwartet:
Hartha Yoga
Bikram Yoga
Power Yoga
Asthanga Yoga
Kundalini Yoga
Vini Yoga
Sivananda Yoga
Lyengar Yoga
Hartha Yoga:
Zunächst ist das sogenannte Hatha Yoga zu nennen, welches weniger selbst eine Gattung darstellt, sondern alle Yoga Übungen und Arten umschreibt, welche eine Körperbetonung aufweisen. So sind vor allem Körperübungen, welche Kraft und Konzentration erfordern, relevant für die Ausübung dieses Yogastils. Nichtsdestotrotz wird natürlich auch Wert auf Atemübungen, die Fähigkeit des Entspannens und Meditationsformen gelegt. Ziel ist es hierbei, eine Entspannung des Körpers und Geist, aber auch eine Reinigung und Festigung der irdischen Existenz zu erreichen. Es ist somit eine Umschreibung für fast all jene Formen, welche im westlichen Raum im Fitnesssektor zum Einsatz kommen.
Bikram Yoga:
Das Bikram Yoga ist prinzipiell in den Yoga Übungen und der Zielsetzung dem Hatha Yoga gleichzusetzen. Der elementare Unterschied äußert sich in den räumlichen Gegebenheiten. So wird das Training in einem fast 40 °C heißen Übungsraum mit sehr hoher Luftfeuchtigkeit ausgeführt. Anhänger empfinden das Schwitzen als befreiend, wohingegen Sportmediziner vor dem zu hohen Wasserverlust warnen.
Power Yoga:
Dem sogenannten Power Yoga wurde ein wichtiger Aspekt der Grundintention des Yogas, dem zu sich selbst finden, schlicht entzogen. So handelt es sich hierbei um ein Fitnesstraining, welches in der Gruppe ausgeführt und in seinen Ausführungen klassischen Yoga Übungen ähnelt. Es beansprucht und fördert deshalb vor allem den Körper, ohne auf den Geist in klassischer Weise einzugehen.
Asthanga Yoga:
Dem Asthanga Yoga merkt man seine westlichen Einflüsse zwar an, es verleugnet jedoch nicht die Grundprinzipien des klassischen Yoga. Die Ausführungen sind insgesamt sehr dynamisch und anspruchsvoll, weshalb eine gewisse Grundsportlichkeit unerlässlich ist. Jedoch werden diese Phasen der Belastung regelmäßig von Momenten der Ruhe unterbrochen, in welchen bewusst auf die Atmung und auf das eigene Ich geachtet werden soll.
Kundalini Yoga:
Kundalini Yoga ist die klassische indische Ausprägung des Yoga, wobei nicht nur die Stunden der Ausführung, sondern das gesamte Leben in das Blickfeld gerückt wird. So enthält dieses noch Tipps zur Ernährung und Lebensführung, welche vor allem in Form alter Weisheiten präsentiert werden. Während der Yoga Übungen selbst erfolgen dennoch anstrengende Atem- und Körperübungen, welche auch aus sportlicher Sicht als sinnvoll und anspruchsvoll zu bezeichnen sind.
Vini Yoga:
Für Menschen mit gesundheitlichen Beeinträchtigungen ist das Vini Yoga ideal. Dieses ist mit klassischen Einzeltherapien der Physiotherapie zu vergleichen, wobei die Ziele der Gesundheitsaufbesserung mit langsamen Bewegungsformen und Konzentrationsübungen des Yoga erreicht werden sollen.
Sivananda Yoga:
Beim Sivananda Yoga handelt es sich wiederum um eine ganzheitliche Form, welche weltweit verbreitet ist. So werden neben einer ausführlichen Ernährungslehre auch philosophische Inhalte gelehrt, welche im Wechselwirkung mit dem eigentlichen Training stehen. Letzteres orientiert sich an den Yoga Übungen des Hatha, wobei eher die langsamen und konzentrationslastigen Formen zum Einsatz kommen.
Lyengar Yoga:
Zuletzt ist noch das in Indien entwickelte Lyengar Yoga zu nennen, welches als sehr sportbetont gilt. So ist eine große Grundfitness und Körperbeherrschung vonnöten, um die teils sehr komplexen und akrobatischen Trainingsinhalte ausführen zu können. Insbesondere für Risikogruppen, welche über gesundheitliche Einschränkungen verfügen, ist es deshalb ungeeignet. Vom Power Yoga unterscheidet es sich durch die Tatsache, dass nicht primär die Kraft und Ausdauer, sondern die Beweglichkeit und Gewandtheit gesteigert werden soll.
Die Kunst des Yoga ist äußert komplex und das Erfassen dieser ein langer Prozess. Die erste Entscheidung dürfte jene sein, welcher speziellen Ausrichtung man selbst nachgehen will. Neben Yoga gibt es natürlich in Fitnessstudios ein breitgefächertes Angebot für aktiven Sport. Wer hierzu Fragen hat, empfehlen wir, sich an die Sportlercommunity sportlerfrage.net zu wenden.
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